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Große Textzeilen Pt.1

Es gibt sie. Die Textzeilen die für immer hängenbleiben. Die in besonderen, schönen, traurigen oder ganz banalen Momenten plötzlich warme Gefühle ins zentrale Nervensystem pumpen. Und die man dann nicht mehr rauskriegt, aus dem guten alten Herzchen. Wenn du wiedermal als kleines Häufchen Unlust zitternd im Staub kauerst, treten sie wie ein alter Cowboy von irgendwoher an dich heran und flüstern dir zu: "Man, es geht immer weiter. Irgendwie". Hier ist eine total subjektive Auswahl (part1).

 You said "Somewhere there's a box full of replacement parts to all the tenderness we've broken or let rust away. Somewhere sympathy is more than just a way of leaving. Somewhere someone says "I'm sorry". Someone's making plans to stay." (This is a fire door never leave open -The Weakerthans) 

These are my favourite chords. I know you like them too. When I get a new guitar, you can have this one and sing me a lullaby. Sing me the alphabet. Sing me a story I haven't heard yet. (My favourite chords - The Weakerthans)

Du streichst mir über mein Gesicht, gegen die Welt, gegen den Strich. Meine Liebe, dein Verzicht. Gegen die Welt, gegen den Strich. (Gegen den Strich - Tocotronic)

Bambi ist schon besoffen (Erdmöbel)

Das Leben kann alles sein, nur nicht klein und scheiße (Kettcar)

Ich hab nur ein einziges Leben zu leben, und ich weigere mich aufzugeben (Superpunk)

 

 

24.1.07 22:52


Fundsache

Jaja, das Internet ist ein wunderlicher Apparat. Man wellenreitet so ziellos daher und findet plötzlich schöne Dinge, Sätze, Schätze. So oder so ähnlich ist mir das eben geschehen. Toll.

I need laughter and love, some special drug, I need cigarettes.

There's killers behind us, devils ahead, send protection.

I will drown in this city, I will drown in this trench built for us.

And the only thing left, yeah the only thing left is the running.

24.1.07 22:15


Frau Sechzig

Ich glaube wenn man an der Uni in Paderboring einen „Miss Sixty“-Store mit Zusatzspezialisierung auf „Haartönung, hellblond“ und einem ausgewählten Kontingent an hohen Lederstiefeln eröffnen würde, man könnte binnen weniger Monate die Studiengebühren für die nächsten 5 Semester in einem Rutsch bezahlen oder sich gleich exmatrikulieren und Kohle scheffeln. Ich halte mich nicht für den bestaussehendsten, alternativsten, ausgefallensten Typen der Stadt, aber in dem Meer an gleichgekleideten Frauen an dieser Universität vergeht einem echt die Freude am anderen Geschlecht. Mädels, traut euch doch mal was!

Es gibt keine Pflicht zur Schuluniform in Deutschland, und es muß auch keine UNIform (ha! neunmalkluge Wortschöpfung!) geben. Wieso also immer (fast) alle gleich? Oder hat uns H&M, Frau Sechzig und Co. schon alle am Wickel?

10.1.07 18:42


Fahrrad ist king

Burger King hat in Paderborn jetzt an Fußgängerampeln in der Innenstadt markig gelbe

Halterungen installiert, an denen sich der bremsende oder wartende Fahrradfahrer festhalten kann.

Man macht sich somit die Hände nicht mehr am kalten Stahl der Ampel schmutzig, sondern wird an jeder zweiten Ampel subtil an den König der Frikadellen erinnert. Bleibt die Frage ob man sich lieber an einem Big King die Finger schmutzig machen will. Und was dann als nächstes kommt: Ein Ampelmännchen mit Whopper in der Hand? Oder ein Extra-Drive-In für Fahrradfahrer? Ist der Fahrradfahrer eine bisher zu wenig erschlossene Zielgruppe? Vielleicht sollte man ab jetzt mitsamt seinem Tandem in der nächsten Burger King – Filiale zur Bestellung bis zum Tresen vorfahren und dann mit einer ganzen Fahrradgruppe den Laden okkupieren. Wundern darf sich dann keiner.

10.1.07 18:34


Paderboring

Die Provinz ist unterbewertet. OK, es gibt die Städte, da will jeder hin und da war schon jeder. Dann die B-Städte, die aber immer noch "so ganz OK" sind, in denen aber doch öfters eine der Lieblingsbands halt macht und man abends entscheiden darf, in welchem der  verschiedenen Off-Kinos man sich jetzt den neusten Indiefilm anschaut.

Und dann gibt es da noch die C-Städte. Gelsenkirchen, Göttingen, Halle/Saale, Hildesheim. So U150.000. Aber wir haben ja gelernt: es kommt drauf an was man draus macht! Weniger Angebot muß ja nicht immer gleich "weniger los" sein, kleine Städte wie Weimar, Halle oder Hildesheim (hab ich mir sagen lassen) bringen ja gerade durch hohen Anteil an Studenten oft eine nette alternative Szene hervor, in der Leute sich austauschen und kreative Dinge geschehen. Schließlich wohnen ja sogar The Notwist nicht in Berlin, sondern im schwarzen Herzen der Provinz, im bayrischen Weilheim.      

Die C-Stadt mit der ich mich täglich beschäftigen (muß heisst Paderborn. Nein, Paderborn liegt nicht im Norden der Republik, wie du dachtest, und ja, du hast den Namen schon mal irgendwo gehört. Paderborn liegt in OWL. Nein, nicht "Eule". "Ost-Westfalen / Lippe" (kriptischer Name für eine Region, aber Lippe klingt doch ganz lustig oder?)

Dort wohne ich jetzt seit 3 Monaten. Und gebe alles um das beste aus meiner Zeit zu machen. Letzteres ist nicht immer einfach. Wenn man von aussen auf die Provinz schaut oder nur mal zu Gast ist, dann lächelt sie noch sanft und idyllisch. Aber nach 3 Monaten nervt vieles: Es gibt hier nun einen einzigen Club der Musik auflegt, zu der ich nach 3 Bier tanze. Die Frage "Wo läuft jetzt der neue Woody Allen?" stellt sich nicht, da nur zwei Cinedom AKA Kinoplex AKA Mieser-Hollywood-Trash-Tempel der gemeinen Masse die Blockbuster ins offene Maul werfen. Als ich mit meinem Kumpel Sören auf ein Klezmer-Konzert (Klezmer ist nicht unbedingt das was ich mir in Köln oder Berlin anschauen würde, aber wenns nichts anderes gibt..) in der "Kulturwerkstatt Paderborn" gehen wollte, kamen wir uns vor wie auf einem Ausflug des Altenheims. Paderborn muß kulturell echt in die Werkstatt. Einmal alles reparieren, bitte!

Aber man sollte sich nie unterkriegen lassen. Und vor allem sollte man sich nie langweilen. Langeweile ist schlimm, schlimmer ist sie in kleinen Städten ohne Alternativen. Man, this-is-not der Beste aller Orte, aber es kommt eben drauf an was man draus macht. Langeweile kann ja auch zu Kreativität zwingen. Dann postet man z.b. diesen Blog um anderen von der eigenen Misere in, um und mit Pader-boring zu erzählen.

10.1.07 18:26





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